Ob im Trainingsbetrieb oder einem Vereinsfest, ob bei einem Ausflug oder auf der Arbeit - ein Notfall passiert unerwartet und ohne Vorwarnung. Um im Ernstfall schnell und richtig handeln zu können, sind jüngst Trainer, Betreuer, Vorstandsmitglieder und Übungsleiter des Turnverein 1949 Ehringshausen im Heinrich-Otto-Turnerheim zusammengekommen, wo sie in einem Tagesseminar unter fachkundiger Anleitung von Ausbilder Alexander Lehmann von der DLRG, Ortsgruppe Ehringshausen ihre Kenntnisse in der Ersten Hilfe auffrischten.
Bei der Begrüßung hob das Vereinsoberhaupt Ulrich Roth hervor, dass in dem Verein das Wissen um die Ersten Hilfe einen sehr hohen Stellenwert hat. Aus diesem Grund kommen Ehringshausens Turnverantwortliche schon seit vielen Jahren alle zwei Jahre unter Begleitung der Ehringshäuser Rettungsschwimmer zum Üben und Auffrischen ihrer Kenntnisse zusammen.
Praxisnahe Übungen statt grauer Theorie prägten jüngst das kurzweilige Seminar des Erste-Hilfe-Ausbilders, an dem die Turner in dem achtstündigen Tageskurs nicht nur lebensrettende Notfallmaßnahmen bei medizinischen Notfällen besprachen, sondern auch das richtige Verhalten in Notfalllagen – auf den Eigenschutz ist immer zu achten, mahnte Lehmann.
Da im Turnverein bei speziellen Kursangeboten auch ein externer Defibrillator (AED) zum Einsatz kommt, legte man besonderes Augenmerk auf den Umgang mit diesem Gerät, das bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand die Ersthelfer entscheidend unterstützen und sprachlich einweisen kann. Dabei durfte jeder Teilnehmer unter den kritischen Blicken Lehmanns die 30malige Herzdruckmassage mit zwei Atemspenden persönlich an einer Übungspuppe durchführen. Des Weiteren wurden Ersthelfermaßnahmen bei Verbrennungen, Knochenbrüchen, blutenden Wunden, Elektrounfällen und sonstigen unterschiedlichen Krankheitssymptomen, wie beispielsweise bei allergischen Reaktionen, und bei Schockzuständen besprochen.
Am Ende waren sich alle Teilnehmenden wieder einmal der Wichtigkeit adäquater Ersthelfertätigkeit bewusst. Es ist unbeschreiblich wichtig, sich als Ersthelfer regelmäßig auf dem neuesten Stand der Notfallmaßnahmen zu bringen, um diese auch im Ernstfall richtig anwenden zu können, betont der Vereinsvorsitzende und hält auch zukünftig an dem turnusmäßigen Zwei-Jahres-Angebot für die Turnverantwortlichkeit fest.





